„Er hat eine Kehle aus Gold“, soll einmal ein ganz Großer der deutschsprachigen Musiklandschaft, nämlich kein geringerer als Udo Lindenberg, über ihn gesagt haben.
Ob diese Aussage wie ein Ritterschlag von einem der es wissen muss, Wahrheit oder Legende ist, weiß man nicht genau.

Aber eines ist gewiss, der Musiker Johannes Oerding, hat nicht nur ganz viel Willen und Talent, sondern auch das Können, um ganz oben mitzumischen.
Bereits im Jahre 1999 mit gerade 17 erregte er die Aufmerksamkeit eines Hamburger Produzenten und bekommt kurze Zeit später einen Vertrag bei einer großen Plattenfirma. Alles scheint gut doch bis zur Veröffentlichung seiner Debüt CD „Erste Wahl“ kommt es trotzdem erst zehn Jahre später. Ihm fehle im Moment noch die nötige Reife hört er damals von den Plattenfirmen Chefs.
Doch Oerding lässt sich nicht entmutigen und macht weiter.
Er studiert ohne echte Leidenschaft, aber spielt dafür umso enthusiastischer ein Konzert nach dem anderen, um weiter musikalische Erfahrungen zu sammeln.
Schließlich lädt ihn Stefan Raab ein, seine Heimat Hamburg beim „Bundesvision Song Contest 2013″ zu vertreten.
Das er hier als Zweitplazierter eine richtig gute Figur machte, sollte nun seine bis dato junge Karriere so richtig in Schwung bringen.
All dass ist mittlerweile Geschichte, denn Johannes Oerding hat sich frei geschwommen vom „nur Talent“oder talentierter „Geheimtipp “.
Mittlerweile kann er auf eine stetig wachsende Karriere schauen und sich über gold- und platinveredelte Alben, sowie ausverkaufte Tourneen in immer größer werdenden Hallen freuen.
Was natürlich auch der hohe Anspruch des Musikers an sich selbst ist, der mit viel fleißiger Arbeit sich immer wieder daran macht seine Fangemeinde und auch „sich selbst“ mit neuen durchdachten und poetischen Songs zu überraschen. Die er mittlerweile nicht nur für sich selbst, sondern auch für Ina Müller oder Peter Maffay schreibt.
Dabei ist er sich auch auf seiner neuen CD „Hotel“ für die er sich rund 4 Jahre Zeit gelassen hat, treu geblieben und ist dennoch wieder ganz neue Wege gegangen.
Manchmal braucht man Abstand. Von sich selbst, von dem, was vermeintlich die Welt bedeutet und von dem, was einen über Jahre getragen und zugleich erschöpft hat.
Nur so kann man wieder zu sich selbst finden.

Genau das hat Johannes Oerding erlebt und meldete sich mit seiner Single „Hier gehör‘ ich hin“ vor einiger Zeit wieder zurück.
Zu Uptempo-Beats und behutsamen Gitarren erzählt Johannes Oerding vom Rennen und Stehenbleiben, vom Stolpern, Hinfallen und Wiederaufstehen.
Von der Suche nach sich selbst und dem Glück des Findens.
Von dem Moment, in dem man spürt wer man ist, weiß was man will und erkennt, das man genau hier hingehört. Dort, wo alles einen Sinn macht.
Hier gehör‘ ich hin“ war die erste Veröffentlichung seit seiner Auszeit, die Johannes Oerding 2024 genommen hat.
Er nutzte die Pause, um zu reisen – durch die USA, Mexiko, Neuseeland und Japan – und sich selbst neu zu begegnen. Auf den Wegen, in Begegnungen mit Freunden und in der Stille abseits der Bühne, fand er wieder zurück zu dem, was seine Musik immer getragen hat: Ehrlichkeit, Klarheit und Gefühl.
So haben die neuen typischen Oerding Songs, die man nach nur wenigen Takten erkennt, auf dem neuen Album an Klarheit und Tiefe gewonnen.
Aber auch Songs, die man so von ihm noch nicht gehört hat, fließen auf der neuen CD mit ein und bereichern diese ungemein. (“Märchen aus Hollywood” mit Sarah Conner)
Stimmlich unverkennbar, überzeugt Johannes Oerding auf „Hotel“ mit einer wunderbaren und außergewöhnlichen musikalischen Bandbreite, die vom klassischen Popsong, mit einer feinen Prise Rock, swingende Stücken, aber auch über einen kleinen Gospel („Halleluja“) bis hin zu wunderbaren Balladen reicht, die immer wieder beim Hören überraschen.
Das Ganze angereichert mit bemerkenswerten Texten, die immer wieder sehr persönlich sind und immer wieder kleine Geschichten erzählen, stellt Fragen und sucht nach Antworten, die auch mal nachdenklich (Eiszeit 2.0 mit Peter Maffay) aber immer sehr hörenswert sind.
So sind die 13 neuen Songs mal schwungvoll laut, mal leise, mal nachdenklich, mit viel Optimismus in Verbindung mit Leichtigkeit („Wolken“ mit Michael Patrick Kelly, „Hamburger Regen“ ein Liebeslied an seine Heimatstadt) und immer voller Gefühl („Parallel“) und immer wieder eines: zu 100% Johannes Oerding.
Oder wie Johannes Oerding es sagt: „Zwischen Fernweh und Heimweh, mein Leben ist wie ein Hotel“
Mit anderen Worten: Johannes Oerding zeigt nicht nur mit seinem neuen musikalischen Werk „Hotel“, das er selbst ein Musiker und vor allem Mensch ist, der viele Seele und eine enorme Vielschichtigkeit aufweist, mit Texten und Songs, die sehr überzeugend zeigen, dass Johannes Oerding ganz zu Recht in die erste Liga der deutsprachigen Musiker aufgestiegen ist.
Text: Monika & Stefan Peter (Team Gabis-Schlager.Club)
Fotos und Cover Sony Music
